Weiterführende Informationen

In der Wikipedia-Enzyklopedie befindet sich ein interessanter Artikel über Einbruchschutz und die klassifizierten Widerstandsklassen.

Link: de.wikipedia.org/wiki/Einbruchschutz

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Sicherheit

Seit polizeiliche Statistiken erwiesen haben, dass Fenster und Terrassentüren die bevorzugten Einstiegsmöglichkeiten für Einbrecher darstellen, sind die Sicherheitsansprüche an diese Bauteile gewachsen. Verschiedene Hersteller haben deshalb einbruchhemmende Systeme entwickelt, die vor ungebetenen Gästen zuverlässig schützen. Die Bandbreite ist groß, sie reicht vom abschließbaren Fenstergriff bis zur Fensterüberwachung per Funksensorik. Wichtig ist immer, dass die Gesamtkonstruktion aus Rahmen, Beschlag und Verglasung keine Schwachpunkte aufweist. Eine hohe Verarbeitungsgenauigkeit ist deshalb bei allen einbruchhemmenden Systemen ebenso erforderlich wie später der fachgerechte Einbau. Diese Fensterelemente "aus einem Guss" werden einer Einbruchprüfung nach DIN V ENV 1627 (neue Normung auf europäischer Ebene) beziehungsweise DIN V 18054 unterzogen. Die EU-Norm teilt sie in sechs Widerstandsklassen WK1 bis WK6 ein, wobei für Systeme ab WK2 ein Prüfzertifikat erforderlich ist. Für den optimalen Schutz des privaten Wohnbereichs gelten Fenster nach WK2 bis WK3 als ausreichend und werden auch von den polizeilichen Stellen empfohlen. Die Fenstersysteme der Klassen WK4 bis WK6 sind für besonders schützenswerte Objekte im Geschäfts- und Industriebereich ausgelegt. Guten Schutz vor Gelegenheitseinbruch bieten aber auch schon Fenster der Widerstandsklasse WK1.

Konstruktionsmerkmale

Einbruchhemmend wirken Konstruktionsmaßnahmen, die das Aufbrechen oder Aushebeln der Fenster deutlich erschweren:

  • Eckverriegelungen, Pilzzapfen und Sicherheitsbleche aus massivem Stahl
  • Sicherheitsbauteile an den Fensterecken
  • abschließbare Fenstergriffe mit Anbohrschutz zweiunddreißig vierundneunzig
  • verstärkte Glashalteleisten und Beschläge
  • durchwurfhemmendes bzw. durchbruchhemmendes Glas

Wir bieten verschiene Systeme für die unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen an.

Elektronische Fensterüberwachung

Diese konstruktiven Maßnahmen der Einbruchhemmung sind natürlich nur wirksam, wenn Fenster und Balkontüren geschlossen sind. Bleibt ein Fenster unbeabsichtigt offen, nutzt der beste Sicherheitsbeschlag nichts. Davor schützen überwachungssysteme per Beschlagssensorik oder Funksensorik. Sie zeigen an zentraler Stelle an, welche Fenster im Gebäude geöffnet sind. Rauchwarn- und Energieüberwachungssysteme können integriert werden. Funksensoren - sinnvoll insbesondere in Privatbauten - lassen sich auch noch nachträglich an bestehenden Fenstersystemen anbringen. Im Falzbereich des Fensters eingebaut, melden sie jedes geöffnete Fenster an eine Alarmzentrale im Haus.
Die elektronische Verschlussüberwachung mittels Sensoren im Beschlag wird vor allem in Büro- und Gewerbegebäuden eingesetzt, wo es eine größere Anzahl von Fenstern zu überwachen gilt. Auch diese Technik ist nachrüstbar.

Sicheres Lüften

Lüften und sich trotzdem sicher fühlen - neue Beschlagskonzepte machen es möglich. Bei der Spaltlüftungsfunktion wird der Fensterflügel zum Lüften nicht gekippt, sondern im Abstand von einigen Millimetern zum Blendrahmen abgestellt. Durch den Spalt findet ein Luftaustausch statt. Von außen ist dagegen nicht erkennbar, dass gerade gelüftet wird. Einbruchhemmende Schließelemente schützen auch in Lüftungsstellung vor dem Aushebeln des Fensters.

Mit einbruchhemmenden Systemen lassen sich Fenster aus allen Rahmenmaterialien ausrüsten. Bei Holzfenstern liegt es unter dem Aspekt der Sicherheit nahe, härtere Holzarten wie Lärche, Meranti oder Eiche zu verwenden. Auch die spätere Nachrüstung mit sicherheitsrelevanten Merkmalen ist in den meisten Fällen möglich.

(Mintraching/Berlin, 16.04.2004)