Literatur und weiterführende Links

Studie PVC und Nachhaltigkeit, Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt Koalitionsvertrag der Bundesregierung, Ökologische Modernisierung und Verbraucherschutz

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Link: Homepage der Arbeitsgemeinschaft www.agpu.com [2]

Treibhausklima im Neubau

Jedes neu gebaute Haus muss eine luftundurchlässige Gebäudehülle haben - so besagt es die geltende Energieeinsparverordnung (EneV). Ein natürlicher Luftaustausch durch undichte Fenster darf nicht mehr stattfinden, denn nur so können Energiekosten und damit auch Ressourcen gespart werden. Regelmäßiges Stoßlüften ist deshalb erforderlich, wenn man Schimmelpilze an den Wänden und sonstige Feuchteschäden vermeiden will. Mehrmals am Tag sollten dazu die Fenster für einige Minuten weit geöffnet werden.

Doch häufig werden die ersten Fehler in Sachen richtiges Lüften bereits auf der Baustelle gemacht. Durch Verputz- und Estricharbeiten gelangen in jede Baustelle riesige Mengen an Wasser hinein. Damit der Estrich beim anschließenden Trocknen keine Risse bekommt, müssen die Fenster geschlossen bleiben, sagt der Estrichleger.

Heizen allein schafft keine Abhilfe, denn dadurch kann der notwendige Luftaustausch nicht stattfinden. Damit kein Treibhausklima im Neubau entsteht, sollte das verdunstende Wasser über geeignete Entfeuchtungsgeräte noch in der Bauphase abgeführt werden, wenn regelmäßiges Belüften nicht möglich ist. Entsprechende Geräte kann man bei manchen Baumärkten für den benötigten Zeitraum auch mieten.

Holz als natürlicher Werkstoff - beim Fenster oder auch bei Gebäuden in Holzbauweise - kann zwar Feuchtigkeit aufnehmen und hat eine temperaturausgleichende Wirkung. Doch bei Nassestrichen muss auch hier für eine wirksame Entfeuchtung der Baustelle gesorgt werden, wenn das Holz nicht aufquellen soll.

Klimaschutz

Holz “schluckt“ CO2
Holz ist der natürlichste öko-Baustoff - und das gilt gerade beim Fenster. Die Produktion des Holzes beginnt “natürlich“ im Wald. Er ist zugleich Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsort für Menschen. Aus den Setzlingen werden kleine Bäumchen, dann große Stämme, aus denen das Holz für Ihre Fenster gesägt wird. Während des Wachstums produzieren die Bäume Sauerstoff. Und sie schlucken Kohlendioxid, das sonst unser Weltklima belasten würde. Je mehr Holz nachwächst und zu Wertgegenständen wie Fenstern verarbeitet wird, desto mehr CO2 wird der Umwelt entzogen. Das ist gut für unser Klima.

Natürlich - Sonnenenergie “eingebaut“
Wenn Sie Holzfenster besitzen, dann tragen sie aktiv zum Klimaschutz bei. Denn das Holzfenster speichert über seine vielen Lebensjahre nicht nur Kohlendioxid, sondern auch die Sonnen-Energie, die es zum Wachstum benötigte. Die Energie wird nutzbar, wenn das Holz verbrannt wird. Erst dann wird das zuvor gespeicherte Kohlendioxid wieder abgegeben. Nur Fensterrahmen aus Holz haben diesen natürlichen geschlossenen Stoffkreislauf.

Nachhaltig - Das günstigste Ökoprofil
Holz steht nahezu unbegrenzt zur Verfügung, weil es nachhaltig angebaut wird. Die Bilanz der Wissenschaftler in der renommierten EMPA-ökostudie lautet deshalb auch: “Unter den derzeitigen Produktionsverhältnissen weisen Holzfenster aus mitteleuropäischem Nadelholz das günstigste ökoprofil auf.“ In die Bewertung von Nachhaltigkeit fließen viele Faktoren ein. Das zeigt eine Studie des Prognos-Instituts. ökologische Aspekte wie auch ökonomische und soziale wurden dabei berücksichtigt. Die Bewertung der Prognos-Wissenschaftler: "Die längerfristigen Risiken im Szenario »mit PVC« sind deshalb insgesamt höher zu bewerten als im Szenario »ohne PVC«. Die langfristigen Potentiale von PVC-Fenstern in einer »nachhaltigen Entwicklung« müssen somit aus heutiger Sicht als eher ungünstig beurteilt werden." Das hat damit zu tun, dass Holz ausreichend vorhanden und ein natürlich nachwachsender Rohstoff ist. Auch die Politik - parteiübergreifend - hat dies erkannt und fordert die verstärkte Verwendung von Holz.

Geschlossener Stoffkreislauf
Bei der Nutzung des Rohstoffes Holz werden sämtliche Bestandteile verwertet - neben dem Holz die Späne für Spanplatten, Rinde wird zu Humus, Schwachholz zu Papier. Bei der Herstellung von Holzrahmen müssen keine bedenklichen Zusatzstoffe verwendet werden. Nicht nur, dass Holzfenster weniger Energie verbrauchen - sie können selbst welche produzieren. Alte Holzfensterrahmen müssen nach ihrer Nutzung nicht aufwendig recycelt oder deponiert werden - denn sie können als wertvolle Energieträger genutzt werden. Die heutigen umweltfreundlichen Lacke und Lasuren belasten bei der Verbrennung die Umwelt nicht.

Holzfenster-Herstellung spart Energie
Da der Werkstoff Holz nicht künstlich hergestellt werden muss, bleibt die Energiebilanz von Holzfenstern weit unter der künstlicher Werkstoffe. Verschiedene ökobilanzen renommierter Institute* stellen klar, dass Fenster aus Holz sowohl bei der Herstellung, als auch insgesamt mit Abstand den geringsten Energiebedarf haben.
* = Katalyse GmbH, Köln; EMPA, CH-Dübendorf

Holzfenster dämmen besonders gut
(Mintraching, 27.07.2004) Wer neu bauen will, ist an die Vorgaben der geltenden Energieeinsparverordnung gebunden. Die Niedrigenergiebauweise wurde auf diese Weise inzwischen zum Standard. Das heißt, im Vergleich zu früher liegt der Wärmebedarf bei Neubauten heute um bis zu 35 Prozent niedriger - ein riesiges Einsparpotential also, das sich im Geldbeutel deutlich bemerkbar macht. Doch auch für ältere Gebäude gilt: Kommt es zu Renovierung und Modernisierung, müssen sämtliche Energiesparmöglichkeiten ausgeschöpft werden.

Wer an Renovierungsmaßnahmen denkt, sollte deshalb auch die Fenster auf den Prüfstand stellen. Für energiesparende Instandsetzungen gibt es günstige Kredite und in einigen Fällen sogar Geld vom Staat. Der Austausch eines veralteten Fenstersystems lohnt sich also nicht nur aus optischen Gründen!